Sachsen: der falsche Gast.

Der Grund, warum wir für gute Inhalte bezahlen müssen, zeigt der Artikel unter folgendem Link https://www.zeit.de/kultur/2018-09/sachsen-journalistin-fremdenfeindlichkeit-chemnitz-erfahrungen (bitte lesen, bevor man meine Erwiderung hier liest) und leider sind Medien eine Einbahnstraße!!! Einmal auf zeit.de gepostet, kann jeder noch so gute Kommentar und jede noch so gute Meinung mangels entsprechendem Zugang zu Publikum den Schaden nicht mehr beheben, den solche Artikel anrichten:

Eine spontante Reaktion:

Kaum einem Artikel gelingt es so gut, die darin beschriebene Kritik selbst so konsequent zu verwirklichen, wie der Artikel der anonymen Julia Freud in der Zeit vom 16.09.2018 (https://www.zeit.de/kultur/2018-09/sachsen-journalistin-fremdenfeindlichkeit-chemnitz-erfahrungen). Was die Sachsen oder die Amerikaner mit Lügenpresse meinen, sind genau diese Artikel. Oberflächliche Beschreibungen der subjektiven Wahrnehmungen ohne tiefgründige Auseinandersetzung mit der Geschichte, der Psychologie, den Fakten oder den sonstigen Hintergründen der Aktionen und Reaktionen in Sachsen. Alles Gründe, warum ich eigentlich Die Zeit kaufe. Doch wer denkt Chemnitz ist eine Überraschung, der ignoriert, was schon seit der Wende und vielleicht schon sogar seit dem Zerfall des dritten Reichs wahr ist. Und Frau Freud legt gleich von Beginn an offen, dass Sie das nicht versteht und auch, dass Sie kein Freu(n)d der Sachsen ist, was auch ihr Abschlussatz nicht mehr gerade rückt. Sonst hätte sie auch darüber berichtet mit welchem Dienstfleiß der Bürgermeister in Köthen früh morgens aufs Fahrrad stieg, um ein weiteres Chemnitz zu verhindern. Wer denkt, er ist seinen Pflichten ordnungsgemäßer Berichterstattung nachgekommen, indem er zwölf Frauen und Männer fragt, ob Sie mit ihr/ihm sprechen wollen, der ist höchstens ignorant oder will absichtlich einen falschen Akzent setzen. Ich musste mir nach zehn Jahren in Bayern noch blöde Sprüche zu meinem Akzent anhören, und dass ganz ohne als Journalist berichten zu wollen. Und wer dann noch denkt, er kann mit dem Rucksack nach Sachsen fahren und eintauchen, in das Bundesland über das heute alle sprechen, der ist naiv oder zu jung und unerfahren, um zu wissen, dass das so nicht funktioniert. Schon gar nicht als Journalistin.

Advisor, Consultant, Inventor, Philosopher, Author and Business Leader/Owner.

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